Sodbrennen - Diagnose

Die Diagnosestellung und Behandlung sollten Sie Ihrem Arzt überlassen.

Sodbrennen Info

Das Video erklärt detailiert die Entstehung und Behandlung von Sodbrennen. Quelle: deutschewelle

Nicht scharf essen!

Vermeiden Sie nun unbedingt zu scharfes Essen, dies reizt den Magen zusätzlich.



Wacholderbeeren sollen die starke Magensäure neutralisieren - So der Volksmund, ein Versuch schadet sicherlich nicht. "An apple the day keeps the doctor away.", sagen die Engländer.

Sodbrennen - Die Diagnose

Tritt Sodbrennen nur selten auf und kann unmittelbar mit einer Ursache, wie Nahrungsmittel oder übermäßiges Essen in Verbindung gebracht werden, so ist es harmlos. Häufiges Sodbrennen, dass trotz gemäßigtem Essens und im Schlaf auftritt, sollte durch einen Arzt abgeklärt werden. Gleiches gilt für Sodbrennen, welches beim Vorbeugen des Oberkörpers auftritt. Kommt es zusätzlich zu Räusperzwang, Hustenreiz und Heiserkeit, ist eine ärztliche Abklärung notwendig. Bei der ersten ärztlichen Untersuchung wird ein Anamnesegespräch geführt. Der Arzt stellt Fragen zur Krankengeschichte und zu den Beschwerden. Dabei ist es wichtig zu schildern, wann, wie lange und in Verbindung welcher Symptome das Sodbrennen auftritt. Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung wird zunächst der Rachen untersucht. Sind dort Rötungen zu erkennen, weist dies auf eine Speiseröhrenentzündung und daher auf eine Refluxerkrankung hin. Bei unspezifischem Druck im Oberbauch sind Herzkrankheiten auszuschließen.

Eine endoskopische Untersuchung, bzw. eine Speiseröhrenspiegelung dient der Untersuchung der Inneren Organe. Verwendet wird ein Endoskop. Dabei handelt es sich um einen Schlauch, an dessen Ende eine kleine Kamera angebracht ist. Zur Untersuchung wird es über Mund und Rachen in die Speiseröhre geführt. Der Arzt kann den Zustand der Schleimhaut auf einem Bildschirm sehen und beurteilen. Bei 60% der Untersuchten werden keine entzündlichen Veränderungen erkannt. Man spricht dann von einer endoskopisch-negativen Refluxösophagitis. Bei den anderen 40% können Entzündungen an der Speiseröhre festgestellt werden. Das nennt der Mediziner endoslopisch-positive Refluxösophagitis.

Auch der Magen kann endoskopisch untersucht werden. Die sogenannten Magenspiegelung wird ambulant durchgeführt und kann Bilder über den Zustand der Magenschleimhaut liefern. Eine Spiegelung wird als sehr unangenehm empfunden und kann starken Würgereiz hervorrufen. Dank neuer Endoskope kann bereits bei der Spiegelung eine Gewebeprobe entnommen und kleine Blutungen gestillt werden. Bei diesem Eingriff können auch Störungen am Schließmuskel erkannt werden.

Eine weitere Diagnosemethode ist die Säurebestimmung. Bei der pH-Metrie wird eine 3 mm große Sonde in der unteren Speiseröhre platziert. Durch diese misst man Dauer und Häufigkeit des Rückflusses der Magensäure. Die Sonde misst außerdem den pH-Wert. Die Daten werden an einen elektronischen Datenspeicher übersandt. Bei dieser Methode können Patienten uneingeschränkt den Alltag fortführen, haben aber evtl. ein unangenehmes Gefühl im Hals.

Bei der Diagnostik von chronischem Sodbrennen wird im Rahmen der endoskopischen Untersuchung auch der Schließmuskel zum Zwölffingerdarm begutachtet. Fließt Verdauungssaft aus dem Darm in Magen und Speiseröhre, so wirkt sich das noch aggressiver auf die empfindliche Schleimhaut aus.

Kommen all diese Diagnosemethoden zu keinem Ergebnis, gibt es die Möglichkeit, eine Druckmessung und einen Säurebelastungstest zu machen. Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen können Aufschluss über weitere Auslöser und Folgekrankheiten geben, damit es als Folge zur Refluxerkrankung nicht zu Komplikationen kommt.